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Veranstaltungen im Löwenstein

Einmal im Monat (in der Regel am dritten Sonntag) richtet das Jüdische Lehrhaus Göttingen e.V. im
Begegnungszentrum „Löwenstein“ den nun schon traditionellen Lernnachmittag von 16 bis 19 Uhr aus. Außerdem sind Musikveranstaltungen und Autorenlesungen, die Vorstellung neuer Forschungen und andere kulturelle Ereignisse geplant.

Nächste Veranstaltung:

„Leonard Cohen, Melancholiker und Rebell“

Sonntag, 21. Oktober 2018 um 16 Uhr mit Dr. Jonas Engelmann

Leonard Cohen (1934 bis 2016) wuchs in einem Vorort von Montreal (Kanada) als Enkel litauischer und polnischer Juden auf. Einer seiner Großväter war der Talmudgelehrte Rabbi Solomon Klontisky-Kline, der andere Gründungsmitglied des kanadischen jüdischen Kongresses. So ist es nicht verwunderlich, dass Fragen jüdischer Identität, die Erforschung jüdischer Rituale und Symboliken ein zentraler Aspekt von Cohens Werk geworden sind. Dies trifft auf seine Musik ebenso zu wie auf seine zahlreichen literarischen Arbeiten, etwa „Blumen für Hitler“ (1964) oder „Beautiful Losers“ (1966).

Cohens Songs voller Melancholie und Humor prägten maßgeblich die Musikkultur der 68er Bewegung. Er sang von sozialer Gerechtigkeit, Religion, Politik, Problemen der Isolation und Sexualität. Cohen führt privat ein religiöses Leben und beachtet den Schabbat, während seine Songs stärker von der Suche nach einer jüdischen Identität, Fragen der Eigen- und Fremdwahrnehmung und der Problematik solcher Zuschreibungen geprägt sind.

Unser Referent Jonas Engelmann studierte Vergleichende Literaturwissenschaft, Philosophie und Politikwissenschaft und promovierte in Mainz. Er ist Fachmann für Comics und Graphic Novels und hat in den Bereichen Popkultur, Musik, Comic und Jüdische Kultur veröffentlicht. Er lebt als freier Autor und Lektor in Wiesbaden.

Das ursprünglich für diesen Termin vorgesehene „Konzert nach Ansage“ entfällt.

Hinweis auf die nächste Veranstaltung des Lehrhauses: In der „Lange Nacht der Erinnerung“ am Freitag, 9. November, berichtet in Zusammenarbeit mit dem Quäker-Andachtskreis Göttingen der Zeitzeuge Peter Kurer (87) aus Manchester (Groß-Britannien) von seinem persönlichen Erleben über die Rettung von Zehntausenden jüdischer Kinder durch die Übersiedlung nach England über „Kindertransport 1938/39“. Beginn um 19.30 Uhr nach der Veranstaltung am Mahnmal der ehemaligen Synagoge.

Einmal im Monat – meistens am zweiten Mittwoch – bietet Wieland Ulrichs mit Freunden des KlezPo einen „Liederabend“ im Löwenstein an. Vorgestellt wird jeweils ein jiddischer Song. Treffen abends um 20 Uhr.

Diesmal treffen wir uns am 10. 10. und lernen, singen, spielen das Lied „Shtil, die nakht iz oysgeshternt“!

Dabei sein ist alles! Mitmachen ist wie immer sehr wertvoll!
Die Teilnahme ist wie immer kostenlos, aber um eine Spende wird gebeten.

 

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